Russen in Estland

Estland war schon immer ein sehr angenehmes und liberales Land, in dem es sich gut leben lässt. Die Verbindung zwischen der russischen Kultur und Estland reicht bis in die Antike zurück. Die Russen begannen bereits im 17. Jahrhundert, Estland zu besiedeln. Jahrhundert. Diese Bewohner haben die estnische Kultur beeinflusst, und so hat sich die russische Kultur erfolgreich mit der estnischen vermischt und existiert heute noch im Land.
Die russische Kultur und Sprache hatten einen erheblichen Einfluss auf die estnische Sprache. So stammt zum Beispiel das estnische Wort raamat (Buch) von dem russischen Wort gramota (was so viel wie "Lesen und Schreiben" bedeutet) ab; das estnische jaam (Bahnhof) von dem russischen Wort jam (nicht mehr verwendet), das früher die Poststationen bezeichnete, an denen Reisende die Pferde wechselten.
Viele berühmte russische Namen sind mit Estland verbunden. Zum Beispiel der russische Zar Peter der Große, der den berühmten Kadriorg-Palast seiner Frau widmete. Ein weiterer berühmter Name ist Michail Dostojewski, der in der Uus-Straße in der Altstadt von Tallinn wohnte, und auch sein Bruder Fjodor Dostojewski besuchte Tallinn zu dieser Zeit häufig. Pjotr Tschaikowski, Igor Oistrahh, Anna Pawlowa, Wassili Kandinsky, Wassili Schukowski und Nikolai Leskow besuchten Estland ebenfalls und hielten hier sogar Vorträge und Konzerte. Aber nicht nur russische Berühmtheiten haben Estland besucht. Viele berühmte Esten haben sich auch aktiv an der russischen Kultur beteiligt. Erwähnenswert sind unter anderem: Amandus Adamson, Johann Köler, Mart Saar, Peeter Süda, Heino Eller, Neeme Järvi, Ants Laikmaa, Arvo Iho, Kalju Kiisk, Grigori Kromanov, Valentin Kuik, Leida Laius, und es gibt noch viele mehr von ihnen. Dies beweist, dass die Beziehungen zwischen Estland und Russland nie einseitig waren.
Als Estland unter sowjetischer Herrschaft stand, begannen die neuen Behörden, die Verschmelzung der russischen und der estnischen Kultur zu erzwingen, und nannten dies die Kultur der Sowjetmenschen. Die Russen begannen die so genannte Russifizierung Estlands und taten alles, um dieses Ziel zu erreichen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlangte das Land seine Unabhängigkeit zurück, und so wurde die russische Kultur wieder zu einer der Minderheitenkulturen in Estland. Seitdem sind die beiden Kulturen stets voneinander getrennt worden (z. B. getrennte russische und estnische Fernsehkanäle). Heute leben Russen und Esten nebeneinander. Die beiden Kulturen haben immer noch einen großen Einfluss aufeinander: Viele russische Kinder besuchen estnischsprachige Schulen, und viele estnische Kinder lernen Russisch, um in Zukunft besser auf dem Markt bestehen zu können. Leider gibt es immer noch Schwierigkeiten bei der Kommunikation und der Koexistenz zwischen diesen beiden recht unterschiedlichen Kulturen.
